Heißt es nicht Meditation oder was ist eigentlich Mediation?

Hört man das erste Mal das Wort Mediation, glaubt man sich verhört zu haben. Das heißt Meditation, will man ausrufen und denkt an buddhistische Klöster samt erleuchteten Mönchen, die 3 cm über dem Boden schweben. Was also macht dieses kleine „t“ in der Mitte aus?

Meditation ist anders

Sie ahnen es vielleicht schon: Meditation findet im eigenen Inneren statt und Sie selbst genügen zu einer Meditationssitzung. Man übt den Rückzug der Sinne, um seinen Geist zur Ruhe kommen zu lassen und dem Gedankenkarussell zu entfliehen. Mittels Meditation finde ich Ruhe, Klarheit und auf eine Art mich selbst. Meditation ist nicht das, womit die meisten von uns aufgewachsen sind. Ich auch nicht. Zumindest ungewöhnlich fand ich den Gedanken, nicht zu denken.

Mediation auch!

Für eine Mediation sind Sie sich selbst nicht genug. Sie brauchen einen Konfliktpartner, der bereit ist, sich mit Ihnen auf dieses Verfahren einzulassen. Es geht hier nicht primär darum, einen Mittelweg im Sinne eines Kompromisses zu finden. Wenn der Klügere immer nachgeben würde, würde die Welt von Dummen reagiert, schnappte ich einst auf. Die klassischen Wege im Konfliktfall sind passiv: nachgeben, ausharren oder einen Dritten entscheiden lassen. All diese Wege machen krank und unglücklich. Sie lassen die positive Energie und Kreativität außen vor, die sich zeigt, wenn man selbstbestimmt den Weg zu einer fairen Lösung sucht. Werden Sie also besser aktiv! Gehen Sie gemeinsam auf die Suche nach der Lösung, die für Sie beide das bestmögliche Ergebnis darstellt. Das mag paradox klingen, weil man sich nicht zu verstehen glaubt und die Positionen gegensätzlich sind. Seien Sie beruhigt. Das ist das Wesen eines Konflikts.

Mediation oder Meditation: Keiner weiß zu Beginn, wie das Ende aussieht

Wenn Sie sich einig sind, dass Sie die Lösung ihres Konflikts (noch) nicht kennen, ist das der erste gemeinsame Schritt. Die Lösung ist dann keinem Nachgeben, sondern harter Arbeit geschuldet. Arbeit in Form von Nachspüren der eigenen Gefühle und Bedürfnisse und nicht zuletzt der Kommunikation derselben nach außen. Dazu kommt das Zuhören. Dieser Prozess kann damit schmerzhaft und ungewöhnlich sein. Der Mediator unterstützt Sie hierbei. Durch das Mediationsverfahren können Konfliktpartner zu sich und zueinander finden. Mediation schafft damit auch eine Art Erleuchtung, wohl aber mehr im irdischen, bodenständigen Sinne durch das Klarwerden der eigenen vorbeiziehenden Gefühle und Bedürfnisse. Und beschwingt könnten Sie sich nach einer gelungen Mediation auch fühlen.

Mediation oder Meditation: Für mich gibt es da also viele Gemeinsamkeiten 😉

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